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Mönchengladbacher Abfall-, Grün-, und Straßenbetriebe AöR
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Projekt

mags und Norbert Krause suchen Gladbachs schönsten Baum

Den Baum in all seinen Facetten einmal in den Mittelpunkt zu rücken: Das dachten sich auch Gestalter und Künstler Norbert Krause und die für die Baumpflege zuständige mags, vertreten durch Unternehmenssprecherin Anne Peters-Dresen und Arborist Hanno Müller. Unter dem Titel "B.A.U.M – Bäume aus unserem Mönchengladbach" setzen sie Bäume in diesem Jahr immer wieder neu in Szene – und laden zum Mitmachen ein.

In ihrer Kooperation nähern sie sich dem Baum in diesem Jahr jeden Monat auf eine andere Art und Weise. Mal schauen sie in den Baum hinein, schauen an ihm hinunter und herauf. Sie betrachten Anfang und Ende eines Baumlebens. Sie ernten seine Früchte und spielen mit Traditionen, die eng mit dem Baum verknüpft sind.

Am Ende des Projekts – und als Ergebnis dieser besonderen Zusammenarbeit – steht ein Kalender, der Dokumentation des Projekts sein möchte, aber auch als schmucker Begleiter für das Jahr 2020 dient. 

Im Sommer können die Mönchengladbacher ihren schönsten Baum in der Stadt einreichen

Im Zentrum des Projekts steht die Suche nach Mönchengladbachs schönstem Baum. Und hieran können sich die Mönchengladbacher in den Sommermonaten aktiv beteiligen und ihre Vorschläge für Gladbachs schönsten Baum einreichen. Eine Vorauswahl stellt sich einem Profi-Fotografen und dem Votum der Mönchengladbacher.

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: Januar

Zu Beginn unserer zwölfteiligen Reihe stellt mags-Arborist Hanno Müller seinen persönlichen Lieblingsbaum vor: die Winterlinde auf der Grünanlage an der Ritterstraße.

Linden gibt es viele in Mönchengladbach. Der Baum wird gerne entlang von Straßen gepflanzt, dort mit langem astfreiem Stamm, damit Lkw problemlos unter ihm herfahren können. Die Linde ist sehr schnittverträglich und lässt das Entasten des unteren Stamms gut zu.

Im Gegensatz hierzu hat unser Baum des Monats eine natürliche Wuchsform mit einer ovalen, später herzförmigen Krone und kurzem Stamm. Die unteren Äste berühren mittlerweile schon fast den Boden. Linden in dieser Wuchsform, sind nur noch selten zu sehen. In den kommenden Jahrzehnten wird sie zu einem monumentalen Baum mit einem Kronendurchmesser von bis zu 30 Metern heranwachsen.

Wenn er die Winterlinde betrachtet, sieht Baumexperte Hanno Müller all dies bereits vor seinem inneren Auge und freut sich für die künftigen Generationen.

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: Februar

Im Februar springen mags und Künstler und Gestalter Norbert Krause mit der gemeinsamen B.A.U.M.-Aktion ans Ende des Baumlebens. Pilze gehören zu den größten Gegenspielern des Baums. Im Fall der Pappel haben es die mags-Baumkontrolleure mit einem Zunderschwamm zu tun. Ob Champignon im Supermarkt oder Zunderschwamm am Baum – was man vom Pilz sieht stellt lediglich seinen Fruchtkörper dar. Der weitaus größere Teil eines Pilzes, sein sogenanntes Myzel, findet sich in der Erde, bzw. im Stamm des Baums. Die Zellstruktur des Holzes wird vom Pilz zerstört und der Baum verrottet von innen nach außen. Ist der Befall fortgeschritten und die Restwandstärke des Stamms nur noch gering, reicht schon ein mäßiger Sturm, und der Stamm bricht.

Bei der ausgewählten Pappel sind nur noch die wenigen hellen Bereiche nahe der Rinde nicht von dem Pilz befallen. Von außen ist das kaum zu sehen. Mittels Klangprobe können die mags-Baumexperten auf die innere Beschaffenheit schließen. Hierfür nutzen sie einen speziellen Gummihammer und ihr geschultes Ohr.

Zirka 90 Jahre ist abgebildete Pappel alt geworden. Aber auch nach ihrer Fällung ist sie alles andere als nutzlos. Als Totholz wird die Pappel noch jahrzehntelang Lebensraum für Insekten, Vögel und bspw. Fledermäuse bieten.

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: März

Im März schauen wir uns den Beginn eines Baumlebens an. Die kleine Weißtanne würde von Ihrer Größe auch als Zweig durchgehen, hat aber schon einiges erlebt. Mindestens sechs Jahre hat es gedauert, bis sie diese Größe erreicht und nun ihren endgültigen Platz im Wald zugewiesen bekommen hat. 

Ein gutes Jahr früher wütete an dieser Stelle der Sturm Friederike, der den Großteil des Baumbestandes auf der 10.000 Quadratmeter großen Fläche zerstört hat. Aufgrund des natürlichen Kahlschlags durch Friedericke im vergangenen Jahr hätte reine Naturverjüngung ihre Grenzen erreicht, sagt mags-Förster Werner Stops. Als Naturverjüngung bezeichnet man das eigenständige Nachwachsen von Bäumen ohne menschlichen Eingriff. 

Auf diese natürliche Weise begann auch die Weißtanne ihr Baumleben. Gemeinsam mit Buche, Ahorn und Ulme ähnlicher Größe wurde sie nun im Wald geerntet und auf diese Fläche umgepflanzt. 5000 neue Bäume standen am Ende der Pflanzaktion im Hardter Wald. Alle von Hand in die Erde gebracht. Maschinelle Pflanzung gibt es zwar auch, hierfür braucht es aber einerseits einen ackerähnlichen Boden, andererseits wolle man auch die jungen Fichten erhalten, die dort in der Zwischenzeit gewachsen sind, sagt Stops. 

Bekommen wir einen feuchten und nicht zu warmen Frühling liegt die Anwuchsrate bei bis zu 95 Prozent. In einigen Jahrzehnten steht dann an dieser Stelle wieder ein ansehnliches Stück Wald. 

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: April

Genau einmal im Jahr schmeißt sich die Japanische Zierkirsche mächtig ins Zeug. Im Zeitraum April bildet sie derart viele Blüten, dass die Äste fast zu brechen drohen. Zirka zehn Tage hält dieser Ausnahmezustand Zustand an. Den Rest des Jahres kommt die Zierkirsche dann wieder eher unscheinbar daher. Sie ist damit das One-Hit-Wonder unter den Bäumen, das man dieser Tage an vielen Stellen in der Stadt findet.  

Pilzbefall, etwa durch den Lackporling, hat in Mönchengladbach allerdings dazu geführt, dass der Bestand in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Zwar werden aktuell wieder vermehrt Zierkirschen gepflanzt, bis sie aber eine stattliche Größe erreicht haben wird es wohl noch ein paar Jahre dauern.

Wer so lange nicht warten möchte und die absolute Überdosis an Blütenpracht erleben will, dem empfehlen wir einen kurzen Abstecher auf den Hauptfriedhof, in den Bunten Garten oder auf den Marktplatz in Rheydt. Dort kann man die Blütenpracht bewundern.

Oder man reist direkt nach Japan. Dort hat der Baum sogar traditionelle Bedeutung und schafft es bis in den Wetterbericht. Täglich wird berichtet, in welcher Region die Kirschblüte zu blühen beginnt. Steht der Baum in voller Blüte begehen die Japaner das sogenannte Hanami-Fest. Sie breiten dann Decken unter den blühenden Zierkirschen aus und picknicken gemeinsam mit Freunden und Familie. An diese Tradition könnte man auch bei uns anknüpfen.

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: Mai

Erst kommen die Blüten, dann die Blätter. Ab Anfang Mai wird es sprunghaft wieder Grün in Stadt und Wald. Als einer der ersten Bäume schlägt die Birke aus. Doch sie muss sich hüten. In der Nacht auf den ersten Mai fallen viele noch junge Bäumchen dem Brauch des Maibaum-Setzens zum Opfer. Sie landen, bunt geschmückt als Liebesbeweis oder zum Zwecke der Liebesanbandlung an den Hausfassaden der Angebeteten.

Es gibt viele Erklärungsversuche rund um diesen Brauch. Manche sind wahrscheinlicher als andere. Dass die junge Birke zum Maibaum geworden ist, hat aber vielleicht einen ganz pragmatischen Grund: Es gibt sie zahlreich in unseren Gefilden. Denn Birken vermehren sich wie Karnickel. Sie gehören zu den Pionierbaumarten. Ihr leichter Samen wird kilometerweit weggetragen, Allergiker können ein Lied davon singen. Eben diese schnelle Vermehrung führt dazu, dass die Birke am Ende der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren die Wiederbewaldung Mitteleuropas einleitete. Sie besiedelte neue Flächen und trug die Waldgrenze voran. Und auch heute versucht sie das noch. So finden sich auf Brachflächen nach ein paar Jahren garantiert die ersten Birken.

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: Juni

Als Habitatbaum werden jene Bäume bezeichnet, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Beschaffenheit besondere Lebensräume bieten. Dieser Gattung widmen sich Aktionskünstler Norbert Krause und mags im Rahmen der Aktion „B.A.U.M.“ im Monat Juni. Dabei ist der Begriff des Habitatbaums (habitare, lat. wohnen) eigentlich irreführend. Denn jeder Baum bietet Lebensraum für hunderte von Arten. Doch die auserwählte Juni-Buche ist auch jenseits ihres Alters von über 160 Jahren eine Besonderheit. In acht Metern Höhe hat sich in dem Baum nach dem Abbrechen eines Astes eine Höhle gebildet. Diese bietet nun einem brütenden Waldkauz Unterschlupf. Seltene Vogelarten wie der Schwarzspecht, aber auch verschiedene Eulenarten sind auf diese alten Bäume mit starkem Stammdurchmesser angewiesen. Sie bieten attraktive Nistplätze für die Vögel.

Am Wegesrand oder gar an einer Straße könnte dieser Baum nicht stehen bleiben. Innen ist er teilweise faul und von den Ästen geht eine Bruchgefahr aus. Gut, dass die Buche mitten im Bestand, jenseits der Wege, im Hardter Wald steht. Hier gefährdet sie keine Menschen und kann ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden. In einigen Jahrzehnten wird er zusammenbrechen, aber bis dahin werden noch viele Generationen an Waldkäuzen in ihm groß werden.

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: Juli

Bäume spenden uns Schatten, produzieren Sauerstoff, den wir zum Leben brauchen, und sie liefern uns einen nachwachsenden Rohstoff, aus dem sich viele tolle Sachen bauen lassen. Neben diesen praktischen Aspekten findet sich aber auch immer wieder das ein oder andere Magische rund um den Baum. So bot er über die Jahrtausende unzähligen Göttern und Fabelwesen Unterschlupf und wurde gerne auch selbst verehrt. Auf der Grenze zwischen Handfestem und Magischem bewegt sich auch die sogenannte Maserknolle.

Diese Zellwucherungen finden wir an Buchen und anderen Bäumen mit glatter Rinde. Manchmal umschließen sie den ganzen Baumstamm, manchmal sind sie lediglich erbsen- bis walnussgroß – im Volksmund dann auch Baumperle genannt. Lassen sich die Baumperlen – ohne Gewalt – mit den Fingern vom Stamm entfernen, so können sie ohne Gefahr für den Baum abgelöst werden. Manch einer schreibt den kleinen Kugeln magische Heilkräfte zu. Entfernt man die Rinde der Baumperle, kommt meist eine wunderschön geschwungene Maserung zum Vorschein. Als Kette oder Armband spendet sie - so der Volksmund - magische Kräfte. Oder sie sieht einfach nur schön aus. Je nach Gusto.

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: August

Buchen sollst du suchen! Das rät eine alte Volksweisheit bei plötzlich aufkommendem Gewitter. Schon bald kann dieser Satz aber eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Die Buche eroberte Europa nach der letzten Eiszeit. Nun aber scheint es, als werde sie eine der großen Verliererinnen des Klimawandels. Seit zehn bis 15 Jahren zieht sie sich zurück. Langsam und für den Laien kaum merklich. Doch das ändert sich gerade. Deutschlandweit  haben viele Buchen den Kampf gegen eine sogenannte Komplexerkrankung verloren. Riesenporling, Brandkrustenpilz, die wollige Napfschildlaus – die Buche trifft es gleich mehrfach. Diese traurige Entwicklung macht auch vor Mönchengladbach nicht Halt. Vor allem im Schmölderpark ist das Buchensterben sichtbar. Die häufigen Wetterextreme setzen dem Bestand zu. Auf Orkan „Friederike“ Anfang 2018 folgte ein Dürresommer. Und auch in diesem Sommer ist es überwiegend trocken und heiß. Das schwächt die Bäume und macht sie anfällig für Krankheiten und Schädlinge. 

Große Buchen benötigen pro Tag viele Hundert Liter Wasser. Pro Baum. Bekommt er diese nicht, sprechen die Experten von Wasserstress. Der Baum wird anfällig für Pilze und stirbt im schlimmsten Fall ab. Normalerweise dauert so ein Prozess gute fünf Jahre. In diesem Jahr ist es zu einer enormen Beschleunigung gekommen. Bäume, die noch im Mai kerngesund aussahen, sind innerhalb von sechs bis sieben Wochen so weit abgestorben, dass die Krone massiv bruchgefährdet ist. Äste können auch ohne Sturm in großer Höhe abbrechen und lebensgefährlich werden. „Uns bleibt leider nichts anderes übrig, als die abgestorbenen Buchen zu fällen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten“, sagt mags-Arborist Hanno Müller. 

Den Klimawandel im Hinterkopf hat mags die Stadtbäume im Blick. „Mit  Fachleuten wollen wir die Frage beantworten, welche Standorte und Baumarten in Zukunft  besser mit den veränderten Witterungsbedingungen zurechtkommen“, sagt Jan Biehl, Leiter der mags-Grünunterhaltung. So ist davon auszugehen, dass unsere Parks in einigen Jahren anders aussehen werden. Buchen muss man dann vielleicht suchen.

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: September

mags und Aktionskünstler Norbert Krause läuten den Herbst ein. Und was passt da besser als ein heimischer Apfel. Wer das Obst nicht nur roh verzehren möchte, für den hielten die Wochenmärkte eine fruchtig-frische Überraschung bereit: Norbert Krause war am Samstag, 21. September, von 10 bis 14 Uhr mit seinem mobilen Marktstand auf dem Rheydter Marktplatz unterwegs und hat leere Weckgläser mit Rezepten für ein Apfelmus mit Vanillenote und ein fruchtig-würziges Apfel-Chutney ausgegeben. Unter dem Motto „Apfel muss rein“ haben mags und Krause für das heimische Obst geworben. Am Samstag, 28. September, von 10 bis 14 Uhr inspirierte Krause Besucher des Wochenmarkts auf dem Kapuzinerplatz. Um sich vorab von den Rezepten zu überzeugen, gab es einige Kostproben für Besucher.

Wer mehr über die lokalen Apfelsorten, den Unterschied zwischen Tafel-, Koch- und Backäpfel lernen wollte, für den war das Apfelfest der Stadt Mönchengladbach am 13. Oktober ab 11 Uhr am Haus Horst (Horst 48, 41238 Mönchengladbach) eine gute Gelegenheit. Dort konnte man unter anderem seine mitgebrachten Äpfel zu Saft verpressen lassen. Außerdem war mags-Förster Werner Stops mit einem Infostand vor Ort und gab Auskunft zum Zustand des Waldes angesichts klimatisch schwieriger Bedingungen.

Aktion B.A.U.M.

Baum des Monats: Oktober

Vieles fällt im Herbst von den Bäumen und nicht selten hört man in manchen Straßen ein wiederkehrendes „Pock“ von Eicheln, Nüssen und anderem, das die Blechkolonnen am Straßenrand als Resonanzraum nutzt. Eine der beliebtesten dieser Früchte ist die Kastanie. Darum war der Aufschrei groß, als vor einigen Jahren das Kastaniensterben medial die Runde machte. Eine Kindheit ohne Kastanienmännchen ist keine Kindheit.

Das Problem: Die Rosskastanie leidet an einer Komplexerkrankung. Heißt: Mehrere Faktoren kommen ungünstig zusammen und sorgen dafür, dass ein befallener Baum innerhalb kürzester Zeit auseinanderbrechen kann.

Nachdem in den letzten Jahren viele Kastanien im Stadtgebiet gefällt werden mussten, scheint sich die Lage etwas beruhigt zu haben. Parallel wird versucht, die gelbblühende Kastanie zu etablieren. Sie scheint weniger anfällig zu sein als die heimische weißblühende Art.

Gut zu wissen: Die Erkrankung der Rosskastanie ist nicht gefährlich für den Menschen. Die Früchte können also weiterhin gesammelt werden. Wegen ihres hohen Saponin-Gehaltes lassen sie sich sogar zum Waschen nutzen. Nur essen sollte man sie nicht. Hat man Hunger, wendet man sich besser der Edelkastanie zu. Botanisch betrachtet ist diese jedoch weder verwandt noch verschwägert mit der Rosskastanie.

Baum des Monats: November

Aktion B.A.U.M.

Anfang des Jahres hat mags-Arborist Hanno Müller seinen Lieblingsbaum vorgestellt. Im November ist mags-Revierförster Werner Stops an der Reihe. Er wählt eine Eiche in der Nähe von Haus Horst aus. Mit etwa 600 Jahren ist sie eine der ältesten Eichen in Mönchengladbach. Ihr Stamm ist so dick, dass es mindestens drei Menschen braucht, um sie zu umfassen. Auch wenn die Eiche kaum noch Zuwachs in der Krone hat und bei einem der letzten Stürme einen Ast lassen musste, erfreut sie sich guter Gesundheit.

In die Breite wächst sie weiterhin und bildet je nach Klima breitere oder dünnere Jahresringe. Damit ist sie als Zeitzeugin auch für die Wissenschaft interessant. Denn mithilfe einer sogenannten dendrochronologischen Untersuchung lassen sich die Jahresringe „auslesen“ und so Rückschlüsse auf die klimatischen Bedingungen in den letzten Jahrhunderten ziehen. Werner Stops vermutet, dass die Eiche nicht gepflanzt wurde, sondern auf natürliche Weise an dieser Stelle ihr Leben begonnen hat. Europa befand sich damals an der Grenze zwischen Mittelalter und Neuzeit. Amerika war noch nicht entdeckt und es gab nicht mal eine halbe Milliarde Menschen. Unsere Eiche hat seitdem unzählige Kriege überstanden und steht im nun friedlichen Europa doch vor ihrer größten Bedrohung: dem Klimawandel. Werner Stops hofft für die Stieleiche, dass unsere Generation ihren Tod nicht mehr miterleben muss. Ob sie irgendwann ihren 1000. Geburtstag feiern darf, steht jedoch in den Sternen.

Schon gewusst?

Mönchengladbach ist und bleibt eine sehr grüne Stadt

In Mönchengladbachs Forst gibt es etwa eine Million Bäume und im übrigen Bereich etwa 86.000 und wohl mehr als 40 Hektar Baumgruppen. Sie alle werden von mags gepflegt und unterhalten. Dem Bereich Baumschutz und -pflege kommt eine wichtige Rolle rund um den Erhalt des Baumbestands in unserer Stadt zu. Durch Baumpflegemaßnahmen und -fällungen wird der Baumbestand gesund und verkehrssicher gehalten.