Die Abteilung Baum stellt sich vor

Mit mehr als 86.000 Stadtbäumen und mehr als 40 Hektar Baumgruppen ist und bleibt Mönchengladbach eine sehr grüne Stadt. Deshalb kommt dem Bereich Baumschutz und -pflege eine wichtige Rolle rund um den Erhalt des Baumbestands in unserer Stadt zu. Durch Baumpflegemaßnahmen und -fällungen wird der Baumbestand zum einen gesund und zum anderen verkehrssicher gehalten. 

Baumkontrolleure im Einsatz

Ein abgestorbener Baum birgt Gefahren. Tote Äste können brechen und auf Fußgänger stürzen oder sogar der gesamte Baum. Deshalb sind die Baumpfleger der mags ständig im Einsatz und kontrollieren im Stadtgebiet von Mönchengladbach, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Sobald sie einen kranken Baum entdecken, wird dieser genauestens untersucht. So gibt es etwa spezielle Geräte, die die Restwandstärke eines Baums ermitteln. Manchmal reicht es, wenn durch eine intensive Kronenpflege das Totholz entnommen wird.

die Arbeit der mags-Baumkontrolleure

Zugversuch

Neben speziellen Geräten, welche die Restwandstärke eines Baums ermitteln, gibt es eine weitere Testmethode: der sogenannte Zugversuch. Ob ein kranker Baum durch baumpflegerische Maßnahmen erhalten werden kann oder gefällt werden muss, darüber kann der Zugversuch Auskunft geben. Hierbei wird zuerst die Größe der Baumkrone ermittelt. Denn sie dient dem Wind als Angriffsfläche. Anschließend bestimmt man rechnerisch die auftretende Last bei Sturm indem man erfasst, wie stark sich die Baumkrone bei Windlast verformt.

Hierzu wird der Baum über einen Greifzug gezogen. Dabei misst man sowohl die Kraft, mit der der Baum gezogen wird (als Ersatzlast für Wind), als auch die Neigung des Baumes während des Versuchs. Die Ergebnisse geben Auskunft darüber, wie sich der Baum bei Sturm verhält. Droht er zu kippen oder bleibt er ausreichend fest im Boden verankert? Der Vorteil dieses Verfahrens: Es kann sogar bei stark unsicheren Bäumen gefahrlos durchgeführt werden, ohne den Baum weiter zu schädigen.

Aufwendige Rettungsaktion

Eine der aufwendigsten Rettungsaktionen haben die Baumexperten von mags im Frühjahr 2018 durchgeführt. Eine 700 Jahre alte Winterlinde drohte nach dem Sturmtief Friederike auseinanderzubrechen. Der wies mehrere Risse auf und auch die bisherigen Stützen des Sorgenkindes erfüllten nicht mehr ihren Zweck. Nach der Frostperiode wurde mehrere Tage lang um den Erhalt des Naturdenkmals vor der Laurentiuskirche in Odenkirchen gekämpft. Die Baumkrone musste um die Hälfte gekürzt werden, um wieder eine Stabilität in den Reststamm zu bringen. Die bisherigen Stützen waren morsch und wirkungslos.

Nach der Einkürzung des Stammes konnte die Winterlinde endlich wieder selbstständig stehen. Zur langfristigen Sicherung wurde anstelle der bisherigen Stützen eine Stahlseilkonstruktion eingebaut. Die Winterlinde hatte massive Faulstellen und Hohlräume reichten bis tief in den Wurzelstock. Ein Gurtband gibt dem Reststamm bis heute eine zusätzliche Stabilität und schützt das Naturdenkmal vor einem unkontrollierten Auseinanderbrechen.

Baumschutz

Unter Downloads auf dieser Seite können Sie sich über die Gründe der Baumfällungen in der Stadt sowie die aktuelle Baumschutzsatzung informieren.
Wenn Sie einen Baum fällen müssen, finden Sie hier auch einen entsprechenden Antrag als Download.

Antrag auf Baumschnitt/-fällung

Wenn Sie einen Baumschnitt oder eine Baumfällung beantragen möchten, nutzen Sie hierfür das Formular in unseren Downloads auf dieser Seite.

Den vollständig ausgefüllten Antrag senden Sie bitte an

mags- Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR
Am Nordpark 400
41068 Mönchengladbach,

oder per Telefax an 02161 49 10 99 oder per E-Mail an baumschutz@mags.de.