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Auf den Platz, fertig, los!

Als der Startschuss zur Eröffnung des Naturspielplatzes im Rheydter Stadtwald fällt, ist Julius nicht mehr zu halten. Mit den Händen gräbt sich der Zehnjährige durch den Sand auf der Suche Dinosaurierfossilien.

Der Naturspielplatz aus der Vogelperspektive.

Auf verschiedenen Untergründen geht's für die Kinder durch die Piratenschlucht.

Die Piratenschlucht wird von den Kindern erobert.

Im Tipi-Wald wird fleißig gebaut.

Im Sand gibt es Schätze wie Fossilien zu endecken.

mags-Grünplanerin Anike Zilske erklärt den Kindern, was sie im Tipi-Wald erleben können.

Seine Freunde stürmen derweil das Strauchlabyrinth und den Indianerwald. Diese und weitere Entdecker-Stationen gehören zur innovativen Abenteuerlandschaft, die die mags-Grünplanung mit der Hochschule Niederrhein entworfen und umgesetzt hat. Auch Julius war damals dabei als in Workshops mit Lehrern, Eltern, Kindern und dem Jugendamt Ideen für den Naturerfahrungsraum gesammelt wurden. „Cool, dass das mit den Dinosaurierknochen echt gemacht wurde“, schwärmt der Zehnjährige. 

Aus einer Wiese im Bereich Bolzplatz/Minigolfplatz in der Nähe zum Pongser Kamp hat mags innerhalb von vier Monaten eine Abenteuerlandschaft gemacht, auf der zum Beispiel auch Steine des ehemaligen Affenfelsens ihre Verwendung finden. mags-Grünplanerin Anike Zilske freut sich, dass die von ihr entworfene Spielfläche so gut angenommen wird. Sie hat sich für die Eröffnung eine Geschichte überlegt, um die Fantasie der Grundschüler anzuregen. „Manche Dinge erschließen sich für die Kinder sofort, andere müssen wirklich entdeckt werden. Da sind der Kreativität auf den 4.000 Quadratmetern keine Grenzen gesetzt“, sagt die Ingenieurin. 

Wie das genau aussieht, misst die Hochschule Niederrhein mit einem sensorbasierten System. Das liefert Rückschlüsse darauf, welche Bereiche häufig und welche weniger genutzt werden. Mit Hilfe dieser Informationen kann auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden. Wichtig ist, dass die Anonymität der Menschen, die sich auf der Fläche bewegen, stets gewahrt wird. „Das Projekt wird uns darin weiterbringen, das Nutzungsverhalten in öffentlichen Räumen systematischer beobachten zu können. Dadurch kann es gelingen, Muster zu erfassen und Erkenntnisse zu gewinnen, die dazu beitragen werden, lebendigere Orte im Stadtraum zu generieren“, sagt Prof. Nicolas Beucker. Er betreut das Projekt „public life – smart measurement“, das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird.

Die Hochschule Niederrhein übernimmt im Rahmen des Verbundprojektes die Rolle des Forschungs- und Entwicklungspartners sowie des Projektkoordinators. Dabei werden insbesondere zwei Einrichtungen der Hochschule involviert sein: Das Kompetenzzentrum Social Urban Design (SOUND) leistet die Gesamtkoordination des Projektes und unterstützt inhaltlich bei Fragen zu nutzerorientierten Designprozessen. Als zweite Einrichtung der Hochschule wird das iPattern Institut die technischen Fragestellungen im Projekt bearbeiten.

Für diesen Forschungsaspekt konnte die Deutsche Telekom AG als assoziierter Partner gewonnen werden. Die Deutsche Telekom beteiligt sich mit Beratungsleistungen zu den Themen Datenschutz im öffentlichen Raum, Datenübertragung durch Narrow-Band-Technologie sowie dem Management von Digitalisierungsprozessen.

Julius ist das egal. Er findet es super, dass seine Ideen und die seiner Klassenkameraden umgesetzt wurden.

Zum Video geht's hier entlang: https://youtu.be/Ldc4N1ueljs

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